Irma & Heidi

Keramikwerkstatt

About

Wer wir sind und was wir in der Keramikwerkstatt tun, erfahrt ihr hier.



Hier stelle ich euch meine Keramikwerkstatt vor

Hello 👋

Ich bin Irina, eine der Gründerinnen von Irma & Heidi. 2021 haben meine Freundin Seynab und ich, nach mehrjähriger Lern- und Expansionsphase, unsere Keramikwerkstatt auf der Zülpicher Straße eröffnet. Seitdem Seynab nicht mehr in Köln wohnt, führe ich die Werkstatt alleine, aber teile mir den Arbeitsraum mit anderen tollen Leuten, die sich mit Keramik beschäftigen und kreativ austauschen.
Für mich ist es erfüllend, Dinge herzustellen, die im Alltag von Menschen Verwendung finden. Ich darf mit Werkstoffen, Techniken und Designs kreativ arbeiten und bin sehr dankbar für den Support, den ich dafür bekomme. Ich freue mich immer wieder über euer Interesse und neugierige Fragen zu meiner Arbeit.
Falls ihr Irmas same old Sachen irgendwann satt habt, gibt es inzwischen eine Auswahl an tollen Keramiken von anderen lokalen Keramikkünstler*Innen bei mir zu ergattern.
In zweiter Funktion, neben der Werkstatt-Existenz, bin ich selbstständige Kommunikationsdesignerin. Und da ich nicht gerne alles im Internet erzählen will, freue ich mich auf das direkte Gespräch mit euch in Werkstatt :)


Step by Step

Bis zum fertigen Keramikunikat ist es ein langer Weg, und damit meine ich nicht aus Portugal. Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck von den Arbeitsschritten im Entstehungsprozess meiner Keramik.

Gruppe von getöpferten, unglasierten Gefäßen in verschiedenen Tonsorten

Materialien

Wir arbeiten mit verschiedenen Steinzeug-Tonsorten, die wir zum Großteil aus dem Westerwald beziehen, wie auch viele unserer übrigen Werkstoffe (Glasuren, Engoben, Farbkörper, usw.).
Bei unserer Steinzeug-Keramik wird der Ton bei Temperaturen von über 1240° im Brennofen dicht gebrannt. So nehmen die fertigen Stücke an unglasierten Stellen keine Flüssigkeit auf und sind damit witterungsbeständig und geeignet für die Spülmaschine.

Töpfer-Techniken

Unser Gebrauchsgeschirr töpfern wir überwiegend an der Drehscheibe. So lassen sich gleichmäßige Formen in größerer Stückzahl herstellen. Wir nutzen aber gerne auch Aufbautechniken wie Pinching, Plattentechnik, Wulsttechnik, Abformen, oder wir kombinieren die Techniken.

(Fotocredit: Linda Brehnke)

Hände töpfern Vase an der Drehscheibe
Gefäße aus schwarzem Ton liegen umgedreht auf Holzscheiben

Trimmen & Details

Nach kurzer Trockungsphase werden an getöpferten Stücken in "lederhartem" Zustand Details ausgearbeitet: Gefäßböden werden begradigt, Füße getrimmt, Henkel oder Tüllen angebracht, Oberflächen facettiert, Muster geschnitzt, Engoben aufgetragen, uvm. Zuletzt kommen unsere Stempel mit den zwei Gesichtern drauf.

Trocknen

Die getöpferten Rohlinge (hier mit Engobenfärbung im Inneren) trocknen nach dem Trimmen mindestens für eine Woche, je nach Wandstärke. Erst wenn sie ganz durchgetrocknet sind, dürfen sie in den Ofen.

Espressobecher, die innen mit Engoben in verschiedenen Farben bemalt wurden, trocknen auf Holzplatten im Regal
Blick in den Brennofen auf bunte Becher nach dem Schrühbrand

Schrühbrand

Die Stücke sind fit für den ersten Brenndurchgang in unserem Toplader Brennofen. Tetris-Skills sind dabei von Vorteil, denn beim Schrühbrand darf man stapeln, was das Zeug hält. Hier seht ihr die bei 950° geschrühte Ware. Die Farbe des Tons hat sich verändert, der Ton ist gefestigt, aber noch immer porös.

Glasurauftrag

Nach dem Ofen ist vor dem Ofen:
Der Anstrich mit unseren Glasuren erfolgt auf die geschrühten und entstaubten Stücke. Ob mit Pinsel bemalt, in Glasur getaucht, getupft, gesprenkelt, mit Überlagerungen und Effekten – es gibt unzählige Möglichkeiten und Techniken.

Blick von oben auf umgedrehtes Gefäß auf der Drehscheibe mit Farbklecksen drum herum
Geradlinige, matte, schwarzblaue Vase vor grauem Vorhand auf Holztisch

Glasurbrand

Im Ofen nehmen die Stücke beim Glasurbrand ihre finale Gestalt an. Die Temperatur im Ofen steigt in einer, auf Glasuren und Ton abgestimmten, Brennkurve, meist auf etwa 1240°C.
Über 28 h Stunden Geduld brauchen wir, bis ein Glasurbrand durchgelaufen und der Ofen wieder abgekühlt ist, so dass wir ihn öffnen können.
Wir sind never not experimenting, weshalb wir immer wieder davon überrascht sind, was wir darin vorfinden.


Meine Philosophie

Eine kurze Selbstbeschreibung, sehr abstrakt. Kommt lieber direkt vorbei.

Die Arbeit mit Keramik eröffnet unendlich viele kreative Möglichkeiten und der experimentelle Part ist für mich das Schönste daran. Ich teste gerne neue Material-Kombinationen und Techniken und freue mich über unvorhergesehene Ergebnisse, die ich weiter erforschen kann. Dabei möchte ich meinen eigenen Stil und meine Designsprache weiterentwickeln. Die Auswahl im Laden ist dementsprechend bunt gemischt. Trotz der Experimentierfreude liegt mein Fokus darauf, zeitlose und funktionale Stücke zu schaffen, die sich in den Alltag einfügen.
Neben meinen eigenen Stücken findet ihr zudem auch ausgewählte Arbeiten anderer, toller Keramikkünstler*Innen aus der Region. Unsere Keramiken sollen euch lange Freude bereiten, vielleicht sogar zu Lieblingsstücken werden.
Ich freue mich, wenn ihr hier das Passende für euch findet.

Bunt gemischte Gruppe handgemachter Keramik




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